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Herbstgedichte

Herbstgedichte - Einführung

zusammengestellt von Anne Preker-Franke (10.11.2002)

Schüler-Ergebnisse zum Thema „Herbst“ der Klasse 6b mit dem Schwerpunkt „lyrische Elemente“

Ziel der Unterrichtsreihe zum Thema „Herbst“ war neben der Analyse auch die eigene Produktion von Herbst-Gedichten. Vorausgegangen war die Wiederholung einiger lyrischer Elemente aus Jahrgang 5 mit dem Schwerpunkt: Dichtung ist verdichtete Sprache.
Aus Impressionen der Schüler wurden in Sätzen die Elemente weggelassen, die zum Verständnis des Satzes nicht unbedingt notwendig waren, z.B.:
Im Herbst färben sich die Blätter der Bäume bunt.
Daraus wurde:
"Herbst färben die Blätter bunt."
Die Veränderung des Verbs war notwendig, aber die so entstandene Zeile
"Herbst färbt Blätter bunt"
gefiel den Schülerinnen und Schülern nicht. Sie argumentierten, dass mit „Blättern“, wenn „Bäume“ entfiele, auch Papier gemeint sein könnte. In Gruppen entwickelten sie weitere Vorschläge.
"Bunte Blätter der Bäume"
war die Zeile, auf die sich Schüler schließlich einigten.

Aufgabe war, einen Vierzeiler zu entwickeln. Da verschiedene Reimschemata gezeigt und erlernt worden waren, wurden im Anschluss daran Reimwörter zu „Bäume“ gesucht. „Träume“ bot sich an; die Technik, jeweils den ersten oder die zwei ersten Buchstaben des Ausgangswortes zu verändern, wenn ein Reimwort gesucht wird, war den Schülern schon seit dem 5. Schuljahr vertraut.
Zunächst entstanden bei dem geforderten Vierzeiler schwache, zum Teil unsinnige Aussagen, wie z.B.:
Bunte Blätter der Bäume.
Und Kastanien.
Ich habe Träume.
Und will nach Spanien.

In der Diskussion zeigte sich jedoch schnell, dass eine Strophe möglichst einen Inhalt und nicht mehrere haben sollte. Untersucht wurde das anhand einiger Herbstgedichte.
Die Schüler fanden zudem heraus, dass Gedichte, die sich nicht reimen, dennoch einen Rhythmus, einen Fluss haben. Sie probierten das u.a. aus, indem sie Theodor Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck“ als „Rap“ vortrugen, und feststellten, dass auch ein sich nicht reimendes Gedicht sich als Sprechgesang darstellen lässt, wenn man die Zeilenaufteilung beachtet.
Aus dem o.a. „schlechten“ Beispiel-Gedicht lernten Schüler, dass der Herbst für jeden etwas anderes bedeutet und aussagt: der eine freut sich auf das Drachensteigen, ein anderer, dass er sich in den zusammen gekehrten Blätterhaufen wälzen kann, ein dritter fürchtet den Beginn der kalten Jahreszeit. – Diese individuellen Eindrücke und Gefühle fanden Schüler bestätigt, als sie auf einer Internet-Seite Gedichte von Schülerinnen und Schülern anderer Schulen fanden. Sie suchten aus diesen Seiten je ein Gedicht heraus, das ihnen am besten gefiel, trugen es vor und begründeten ihre Wahl. Dabei sollten neben den inhaltlichen Aspekten auch Elemente der Form berücksichtigt werden.

Mir gefällt das Gedicht über den Mann, der durch den Park geht und die Blätter mit einer Art Staubsauger aufsaugt. Das Gedicht hat 3 Strophen zu je vier Zeilen, die durch den Kreuzreim verbunden sind. Der Kreuzreim passt zu dem Gedicht, weil der Mann mit seiner Arbeit nie zu Ende kommt, weil der Wind die Blätterhaufen immer wieder durcheinander wirbelt und wegbläst.
Obwohl die Schüler äußerst aktiv im Unterricht mitgearbeitet hatten, fiel die sich anschließende Klassenarbeit recht schwach aus. Hier waren jedoch sprachliche Mängel die Hauptursache. Die Schüler unterscheiden noch nicht genug zwischen Schriftsprache und ihren mündlichen Beiträgen. Folglich wurde als nächstes Unterrichtsvorhaben „Texte überarbeiten“ gewählt.
Die folgenden Gedichte sind von der Form und vom Inhalt her nicht mehr korrigiert worden, sprachliche Mängel wurden jedoch verbessert (Rechtschreibung, Grammatik).


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