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Sozialwissenschaften - Beutelsbacher Konsens

Der Beutelsbacher Konsens - Leitlinien für sozialwissenschaftlichen Unterricht

Auf einer Tagung von führenden Politkdidaktikern in Beutelsbach im Jahre 1977 wurden allgemeingültige Leitlinien für einen politischen Unterricht kontrovers diskutiert. Das Ergebnis dieser dreitägigen Tagung war eine gemeinsame Vereinbarung, welche drei grundlegende Prinzipien für den Politkunterricht verbindlich festlegte. Diese wurden im sogenannten „Beutelsbacher Konsens" festgeschrieben. Sie sind bis heute unwidersprochen und noch immer Konsens in der politischen Bildung. An den folgenden Prinzipien muss sich demnach jeder Politkunterricht orientieren:

  • Überwältigungsverbot
    Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der ,Gewinnung eines selbständigen Urteils' zu hindern. Hier genau verläuft nämlich die Grenze zwischen politischer Bildung und Indoktrination. Indoktrination aber ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der – rundum akzeptierten – Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.

  • Kontoversitätsgebot
    Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen (...). Zu fragen ist, ob der Lehrer nicht sogar eine Korrekturfunktion haben sollte, d.h. ob er nicht solche Standpunkte und Alternativen besonders herausarbeiten muss, die den Schülern (...) von ihrer jeweiligen politischen und sozialen Herkunft her fremd sind.

  • Engagemantgebot
    Der Schüler muss in die Lage versetzt werden, eine politische Situation und seine eigene Interessenlage zu analysieren, sowie nach Mitteln und Wegen zu suchen, die vorgefundene politische Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen (...).

(Quelle: Wehling 1977, S. 179f. aus: Gagel, Walter / Menne, Dieter (Hrsg.): Politikunterricht. Handbuch zu den Richtlinien NRW. Opladen: Leske + Budrich 1988.)

Sie können den „Beutelsbacher Konsens" auch als Textdatei im pdf-Format betrachten oder auf Ihren Computer herunterladen, indem Sie den nebenstehenden Link anklicken: Beutelsbacher Konsens (pdf-Dokument, 9 kb).

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