Site-Label :: Martin-Niemöller Gesamtschule Bielefeld SchildescheSite-Label :: Martin-Niemöller Gesamtschule Bielefeld Schildesche Auszeichnungen der Martin-Niemöller-Gesamtschule Siegel :: Siegel: Comenius - Partnerschule Siegel :: Siegel: Schule ohne Rassismus
Aktuelles Schulinfo Konzept Schulleben Unterricht Jahrgangspartitur Service Förderverein Intern
Hilfe Kontakt Impressum
Sie sind hier: » Startseite » Kurzportrait » Namensgeber

Kurzportrait

top

Biografie

"Was wĂŒrde Jesus dazu sagen?"

1892 Geboren am 14.1.1892 in Lippstadt/Westfalen als zweites von sechs Kindern einer lutherischen Pfarrersfamilie.
1900 Der Vater wird Pfarrer in Elberfeld und der Junge lernt das Elend des Industrieproletariats kennen. Der gestickte Spruch ĂŒber dem Webstuhl im Haus eines armen Hauswebers wird ihm zur Sinn- und Lebensfrage: Was wĂŒrde Jesus dazu sagen?
1910 Bild: Martin Niemöller Er wird nach dem Abitur Seekadett der kaiserlichen Marine. Niemöller wird 1912 Leutnant zur See auf dem Linienschiff "ThĂŒringen" Er meldet sich freiwillig zur Unterseeboot-Flotte und wird 1916 zweiter Offizier auf dem Boot U 73, dann Steuermann auf U-Boot 39. Als Kommandant auf UC 67 gilt er bei den EnglĂ€ndern als "der Schrecken von Malta".
1919 Niemöller weigert sich, U-Boote als Reparationsleistung nach England zu ĂŒberfĂŒhren. Er verlĂ€ĂŸt die Marine und heiratet Else Bremer; beide absolvieren eine Bauernlehre, um Farmer in SĂŒdamerika zu werden. Die Inflation verhindert diesen Plan. Niemöller wird an der UniversitĂ€t MĂŒnster als Theologe immatrikuliert.
1920 Nach dem Kapp-Putsch ĂŒbernimmt Niemöller das Kommando beim Regiment "Akademische Wehr" der westfĂ€lischen Reichswehrbrigade gegen den Aufstand der Ruhrarbeiter, die den Rechtsrutsch verhindern wollen.
1924 Verschiedene Nebenerwerbsberufe bis zur Ordination als Pfarrer; LandesgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Inneren Mission in MĂŒnster.
1931 Bild: Pfarrer Martin Niemöller

1931 wird Niemöller Gemeindepfarrer im Berliner Villenviertel Dahlem. Seit Mai 1933 ist er Mitarbeiter im Kirchenbundesamt.

Am 19.9.1933 ruft Niemöller als Protest gegen die EinfĂŒhrung des "Arier-Paragraphen" innerhalb der Kirche durch die Preußische Generalsynode alle Pfarrer im Deutschen Reich auf, sich im "Pfarrernotbund" zusammenzuschließen. Damit beginnt der Weg der Bekennenden Kirche.

1934 WĂ€hrend einer Audienz bei Reichsbischof MĂŒller widerspricht Niemöller dem Reichskanzler Hitler, der der Kirche jede Verantwortung fĂŒr "irdische" Angelegenheiten des Deutschen Volkes absprechen will. Niemöller erhĂ€lt Predigtverbot, ĂŒber das er sich hinwegsetzt. Im Mai findet die Bekenntnissynode in Barmen statt. Im Herbst erscheint Niemöllers Buch "Vom U-Boot zur Kanzel", das spĂ€ter von Goebbels verboten wird.
1937 Inzwischen laufen gegen Niemöller mehr als 40 Gerichtsverfahren wegen "Kanzelmissbrauchs" und "staatsfeindlicher Äußerungen". Letzte Predigten finden vor der Verhaftung in Wiesbaden statt.
1938 Der Prozeß endet mit dem Freispruch Niemöllers. Die Richter werden von der Beförderung ausgeschlossen. Da das Kabinett einer erneuten Verhaftung nicht zustimmt, erklĂ€rt Hitler Niemöller zu seinem "persönlichen Gefangenen". Dieser wird ins KZ Sachsenhausen verschleppt, UnterernĂ€hrung fĂŒhrt fast zur Erblindung.
1941-1945

ÜberfĂŒhrung ins KZ Dachau. Im April 1945 Abtransport durch die SS zur Hinrichtung nach SĂŒdtirol; Befreiung durch deutsches MilitĂ€r, dann durch US-Truppen, die ihn weiter internieren. RĂŒckkehr im Juni 1945 zur Familie an den Starnberger See. Niemöller wird nach einer programmatischen Rede zum stellvertretenden Ratsvorsitzenden und PrĂ€sidenten des kirchlichen Außenamts gewĂ€hlt. Niemöller gestaltet die "Stuttgarter ErklĂ€rung" mit.

Niemöller nimmt 1946 an der Sitzung des Weltkirchenrates in Genf teil; er unternimmt ab 1947 Vortragsreisen durch die USA, nach Norwegen und DÀnemark.

FederfĂŒhrende Mitarbeit am Wortlaut des "DarmstĂ€dter Wortes".

Berufung zum PrÀsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im Oktober 1947. Reisen nach Schweden und England in 1948, Niemöller zieht mit seiner Familie nach Wiesbaden. 1949 unternimmt er weitere Vortragsreisen nach Irland, Australien und Neuseeland.

1950 Bild: Martin Niemöller - Plakat Bei einem Empfang des Rates der EKD durch Adenauer kommt es zu einer Auseinandersetzung mit Niemöller ĂŒber die Folgen der WiederaufrĂŒstung. Im Oktober schreibt Niemöller einen offenen Brief an den Bundeskanzler Adenauer, um gegen die Remilitarisierung zu protestieren.
1951-1956 Vortragsreisen in die DDR, nach Jugoslawien und nach Moskau, wo sich Niemöller fĂŒr die deutschen Kriegsgefangenen einsetzt. Reisen nach Indien und in die CSSR. Niemöller wird PrĂ€sident der 1892 gegrĂŒndeten Deutschen Friedensgesellschaft. Reisen nach Österreich und Ungarn.
1957 Niemöller kÀmpft gegen den MilitÀrseelsorgevertrag.
1958 Reise nach Polen und Wiederwahl zum KirchenprÀsidenten auf 8 Jahre; Teilnahme und Rede beim ersten Ostermarsch vor den Toren des engl. Atomkraftwerks Aldermaston.
1959 Kasseler Rede: Die Ausbildung zum Soldaten im Zeitalter der nuklearen Massenvernichtungsmittel ist Ausbildung zum Massenmord. Ein Strafantrag von Minister Strauß gegen Niemöller wird zu dessen Bedauern niedergeschlagen.
1961 Erste Allchristliche Friedensversammlung in Prag. Autounfall in DÀnemark: Frau Niemöller und Dora Schulz sterben, Niemöller wird schwer verletzt. Niemöller wird zu einem der 6 PrÀsidenten des Weltkirchenrats gewÀhlt.
1962-1963 Reise nach Indien und Begegnung mit Nehru; Gast beim Weltjugendfestival in Helsinki; Ehrenmitglied der Poncas-Indianer.
1964 Zweite Allchristliche Friedensversammlung in Prag. Niemöller legt sein Amt als KirchenprÀsident der EKHN nieder.
1965 Besuch bei Albert Schweitzer in Lambarene. Reise nach SĂŒd-Vietnam, 1967 auch nach Nord-Vietnam. Niemöller wird PrĂ€sident des Weltfriedensrates.
1968 Herzinfarkt in Jerusalem.
1971 Heirat mit Sybille Donaldson, geb. von Sell. Dritte Allchristliche Friedensversammlung in Prag.
1972-1974 Initiativen zur Einberufung einer Konferenz fĂŒr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa KSZE. GrĂŒndung des Komitees fĂŒr Frieden, AbrĂŒstung und Zusammenarbeit; Gast bei der Vollversammlung des Weltkirchenrats in Nairobi.
1976 EhrenprÀsident der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigung der Kriegsdienstverweigerer (DFG/VK); Beerdigung Gustav Heinemanns.
1977-1978 GrĂŒndung der Martin-Niemöller-Stiftung in Wiesbaden; Kampf gegen die EinfĂŒhrung der Neutronenbombe; Vierte Allchristliche Friedensversammlung in Prag.
1979 Protestmarsch durch BrĂŒssel gegen den NATO-NachrĂŒstungsbeschluss.
1981 Bild: Martin Niemöller 1981 predigt Niemöller in der Lutherkirche zu Wiesbaden das letzte Mal; 1982 wird sein 90. Geburtstag in der Paulskirche zu Frankfurt gefeiert. Seit 1983 ist Niemöller bettlĂ€gerig, arbeitet aber weiter am Film "Was wĂŒrde Jesus dazu sagen?".
6. MÀrz 1984 Am 6. MÀrz 1984 stirbt Niemöller in Wiesbaden.


Druckvorschau - Lesezeichen setzen - Zum Seitenanfang

Zugang zum Adminbereich
Alle Beiträge unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Autoren. Site © 2000 - 2019 by mnge.de
- Kontakt / Impressum - Nutzungsbedingungen / Datenschutz -
Unterstrichene Buchstaben(Zahlen) in Textlinks können direkt über die Kombination aus 'Alt'-Taste mit dem jeweils unterstrichenen Buchstaben per Tastatur ausgewählt werden.
Zurück zur normalen Seitenansicht