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Geschichtskurs debattierte beim „Town Hall Meeting“

Datum: 26.06.2015 | verfasst von: Johannes Messelink

Schüler eines Geschichtskurs von Anja Devantie des Jahrgangs 11 der Bielefelder Martin - Niemöller - Gesamtschule diskutierten zusammen mit Senioren und Mitgliedern aus Politik und Gesellschaft das Thema „Zum Wählen zu jung? Wählen ab 16" im „Town Hall Meeting“ im Bielefelder Rathaus.

Bericht von Thorid zur öffentlichen Abschlussveranstaltung des intergenerativen Projekts "zum Wählen zu jung? Die Altersfrage – Wahlrecht und Generationengerechtigkeit"

Das erste Bielefelder Town Hall Meeting am Dienstag, den 16. Juni 2015, 15-17 Uhr im großen Saal im neuen Rathaus Bielefeld.

Als Abschluss des Projektes „Zum Wählen zu jung?“ fand am Dienstag, den 16.06.15 das erste Bielefelder Town Hall Meeting im Rathaus statt. Dies ist eine aus Amerika übernommene Form der Bürgerbeteiligung, wobei Präsentationen gehalten werden, die anschließend mit Politikern und der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Präsentationen wurden von Schülern des elften Jahrgangs der Martin Niemöller Gesamtschule Bielefeld und Senioren vorbereitet und abgehalten. Um diese mit der jungen und alten Generation zu diskutieren, erschienen die Bürgermeisterin Frau Schrader, Michael Gugat von den Piraten, Dominik Schnell von den Grünen, Klaus Voß vom Seniorenrat, Frau Timmerhans vom Bürgerfunk und die interessierte Öffentlichkeit. Das Gesamtprojekt wurde von dem Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten ins Leben gerufen und in Bielefeld von Haus Neuland durchgeführt. Die Finanzierung übernahm das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten kamen Christian Krüger von der Bielefelder Abteilung des Projekts und Boris Brockmeier vom Gesamtprojekt aus Berlin. Aus dem Team von Haus Neuland erschienen Nadja Bilstein, Carola Brindöpke und Sebastian, der Teamleiter, der das Projekt durchführte.
Die einzelnen Präsentationsgruppen trafen sich ab 10:45 Uhr in der Martin Niemöller Gesamtschule in Schildesche, um noch letzte Vorbereitungen zu treffen und die Vorstellung der Präsentationen zu üben. Um 15:00 Uhr wurde dann das Town Hall Meeting im Rathaus eröffnet. Insgesamt wurden von den Schülern und Senioren drei Präsentationen gehalten.
Die erste Gruppe hatte sich mit dem Thema Wahlalter und Generationengerechtigkeit beschäftigt und hierbei festgestellt, dass das durchschnittliche Alter der Wahlberechtigten durch den demografischen Wandel immer weiter steigt. Um dieses Durchschnittsalter wieder nach unten zu verschieben, wurde das volle aktive Wahlrecht ab 16 Jahren in NRW gefordert. Diese Forderung erhielt unter den anwesenden Politikern viel Zuspruch. Außerdem erzählte Frau Schrader von der Idee, ein Jugendparlament in Bielefeld einzuführen.
In der zweiten Präsentation wurde das Wahlrecht ohne den deutschen Pass gefordert. Zumindest für das Kommunalwahlrecht fand auch diese Forderung unter den anwesenden Politikern Zustimmung. Auch gab es hier interessante Anstöße aus dem Publikum. So wies eine Frau darauf hin, dass sie als in Deutschland lebende Ausländerin zwar dieselben Pflichten, wie zum Beispiel das Zahlen von Steuern, aber nicht dieselben Rechte, wie zum Beispiel das Wahlrecht, habe.
Die dritte Präsentationsgruppe hatte sich mit der Zugänglichkeit der Politik für die Jugend beschäftigt. Hier wurde von der Politik mehr Ansprache für Jugendliche und eine generell verständlichere Sprache gefordert. Außerdem wünschten sich die Jugendlichen dieser Gruppe mehr Bemühungen von Seiten der Politik, das Interesse der Jugendlichen zu gewinnen, was eine belebte Diskussion über Bring- und Holschuld in Bezug auf Informationen nach sich zog. Nachdem sämtliche Punkte ausführlich besprochen und diskutiert waren, klang der Abend locker mit einem Häppchenbuffet und vielen interessanten, persönlichen Gesprächen aus.
Insgesamt habe ich als Schülerin das Projekt und insbesondere das Town Hall Meeting im Rathaus als eine sehr gute und interessante Möglichkeit, Kontakt zu der Politik aufzunehmen, wahrgenommen. Das Projekt hat mich persönlich und viele andere Schüler aus meinem Kurs dazu gebracht, uns mehr mit Politik zu beschäftigen und hat uns gezeigt, dass wir, obwohl wir noch nicht alle wählen gehen dürfen, keineswegs machtlos sind. Jedoch ist es schade, dass nur wir als einzelner Kurs diese Möglichkeit hatten, uns politisch weiterzubilden. Meiner Meinung nach müsste es viel mehr politisches Interesse weckende Projekte an Schulen geben. Außerdem wäre es schön gewesen, wenn sich mehr Parteien hätten blicken lassen, um interessantere und kontroversere Diskussionen entstehen zu lassen, doch alles in allem war dieses Projekt ein guter Anfang und ein gutes Beispiel für politische Partizipation von Jugendlichen. Zu hoffen bleibt nur, dass dies keine einmalige Aktion war, sondern vielmehr ein Anfang, der den Weg für viele ähnliche Veranstaltungen weist.

weiter zum Artikel der Neuen Westfälischen Zeitung vom22.6.2015…
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Beitrag zuletzt geändert am: 12.08.2015 | 20:21
Beitrag zuletzt geändert am: 12.08.2015 | 20:26
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