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Religion: Besuch des JG11-Religionskurses in der JVA Brackwede

Datum: 14.02.2014 | verfasst von: Johannes Messelink

Das Alarmtheater bietet seit Jahren interessante Projekte für Klassen und Kurse, die ich als Lehrerin immer wieder gerne nutze.
Nach der intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen religiösen Sozialisation und Luthers reformatorischer Erkenntnis machten wir uns als Religionskurs auf den Weg zur JVA Brackwede. Der Busfahrer und die Passanten, die nicht wussten, wo sich die JVA befindet und die hohen Mauern, die dann für uns in der Ferne sichtbar wurden, machten uns deutlich, dass dies wohl ein nicht ganz so normaler Unterrichtsgang werden würde.
(M. Busse,Religionslehrerin)

Unser Besuch in der JVA Brackwede

Am Mittwoch, den 11. Dezember 2013, gingen wir, der Religionskurs des 11ten Jahrgangs in die Justizvollzugsanstalt Brackwede und schauten uns ein Theaterstück von Insassen mit dem Titel „Stand der Dinge - Verabredung mit dem Leben“ an.
Es war eine gemeinsame Produktion mit dem Alarmtheater, wobei sich die Insassen, Männer und Frauen, freiwillig dazu melden konnten.
Wir denken, dass wir für alle im Kurs sprechen, wenn wir sagen, dass wir mit gewissen Vorurteilen dort hingegangen sind.
Als wir schließlich im Theatersaal saßen, der, wie wir später erfuhren, sonntags auch als Kirche genutzt wird, trafen wir auf die fünfzehn Inhaftierten, die knapp eineinhalb Stunden ihr Programm darboten. Ansprechend war, dass die Insassen ihre eigenen Beiträge einbringen konnten, z.B. Lieder, Gedichte, Raps und selbst geschriebene Erzählungen. Ihre eigenen Lebensgeschichten und ihre Träume und Sehnsüchte standen im Mittelpunkt.
Nach dem emotionalen Programm endete unser Besuch mit einer Fragerunde, wo wir auch persönliche Fragen stellen konnten, die uns interessierten. Die Inhaftierten konnten diese, wenn sie es für angemessen hielten, freiwillig beantworteten. Es erstaunte uns, wie herzlich und offen die Menschen teilweise auf unsere Fragen eingingen.
Der Eindruck von Menschlichkeit war vorherrschend. Wir haben Menschen erlebt, denen man ihre Taten nicht ansieht.
In einem Abschlussgespräch unseres Kurses kamen wir zu dem Schluss, dass es für uns alle eine besondere, spannende, ereignisreiche und sehr emotionale Erfahrung war.

Sarah Brinkmann, Victoria Kuhn

Beitrag zuletzt geändert am: 14.02.2014 | 9:42
Beitrag zuletzt geändert am: 17.03.2014 | 14:06
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